Stampfkompost (auch Stapelkompost)

Im Gegensatz zu den aerob (gelüftet) geführten Komposte wird der Stampfkompost semi- bis anaerob geführt (möglichst wenig Luft). Der grosse Vorteil liegt darin, dass sich das Material kaum erhitzt. Dadurch minimieren wir die Energieverluste (Hitze), ebenso die Treibhausgase und haben im anaeroben Teil den Sauerkrautefekt (Bokashi).

Dazu füttern wir das Kompostbehältnis mit möglichst luftdichtem Material, der Boden bleibt offen. Ein Fass ohne Boden geht auch prima. Beim Befüllen wird immer gut gestampft, damit möglichst wenig Luft im Kompostmaterial verbleibt. Bei längeren Pausen lege ich ein Stück luftdichtes Material auf den Kompost und beschwere diesen mit Pneu, Steine ... mit dem Ziel, den Rest Luft auszupressen. Ebenso schütze ich den Kompost gegen Regen. Das Ganze lasse ich ein Jahr ruhen und ernte wunderbare Komposterde.

Natürlich impfe ich den Kompost mit TerraPretaStreu. Da meine Erde bereits mit Kohle versehen ist halte ich mit der Kohlemenge zurück. Des weiteren ist auch das C:N-Verhältnis zu beachten. Rasenschnitt magere ich mit fragm. Zweigholz aus, Herbstlaub versetze ich mit Urin oder Rasenschnitt. Auch hier wichtig, das Material sollte geshreddert sein. Ich kenne nur einen guten Gartenshredder und dieser kostet 3200.- was mir eindeutig zuviel ist. Ich nehme den Rasenmäher und habe damit gute Resultate.

28.06.2015/Bl